Präkeramik
Vor 10.000 Jahren begannen die Jäger und Sammler an der Küste zu siedeln und lernten den Reichtum des peruanischen Meeres zu nutzen. Sie fischten und jagten mit Lanzen mit Spitzen aus Stein. Auch fertigten sie Netze aus Baumwolle zum Fischfang. Diese Siedler bauten die ersten Dörfer an der Küste und den küstennahen Tälern. Einige davon sind mehr als 5.000 Jahre alt.
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Caral-Kultur
Die Norte-Chico-Zivilisation, auch Caral oder Caral-Supe genannt, war eine komplexe präkolumbische Gesellschaft mit bis zu dreißig großen Bevölkerungszentren an der nördlichen Zentralküste Perus. Entwicklung etwa 3000 bis 1800 v. Chr.
Initiale Phase / Formative Phase
Die Gesellschaften der Jäger und Sammler beginnen die erste gebrannte Tonkeramik herzustellen. Die Formen ihrer ersten Gefäße ähneln den Früchten und Tieren ihrer Lebenswelt. Mit dem Beginn der Herstellung von Keramik ab ca. 1800 v. Chr., der ersten Metallverarbeitung und dem Ausbau handwerklicher Fähigkeiten beginnt ein neues Kapitel der Geschichte Alt-Perus, das als Initiale Phase oder Formativzeit beschrieben wird.
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Queneto-Kultur
Eine archäologische Stätte und Kultur, die auf das 2. Jahrtausend v. Chr. zurückgeht und im Virú-Tal in Nordperu liegt.
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Cupisnique-Kultur
Die Cupisnique-Kultur entwickelte sich vor etwa 4.000 Jahren während der formativen Epoche und ist in verschiedenen Tälern Nordperus nachgewiesen. In ihrer Blütezeit war sie stark von der Chavín-Kultur beeinflusst.
Früher Horizont
Der Frühe Horizont in Peru bezieht sich auf eine Epoche in der präkolumbianischen Geschichte des Landes, die etwa von 1250 bis 200 v. Chr. dauerte. Diese Epoche wird mit dem Aufstieg der Chavín-Kultur in Verbindung gebracht. Andere wesentliche Kulturen dieser Zeit sind Cupisnique, Pucará und Paracas. Chavín lag im Andenhochland an einem Schnittpunkt zwischen der Verbindung vom Bergland zur Küste und der Route von Norden nach Süden. Die Chavín-Kultur breitete sich sowohl im Hochland als auch entlang des Küstengebietes aus und hat viele der nachfolgenden Kulturen beeinflusst. Annahmen gehen dahin, dass Chavín de Huántar während seiner Blütezeit ein bedeutendes religiöses und kulturelles Zentrum war. Der Frühe Horizont markiert eine wichtige Phase in der kulturellen Entwicklung des präkolumbianischen Peru, die den Grundstein für spätere Zivilisationen legte.
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Chavín-Kultur
Die Chavín-Kultur entwickelte sich zwischen 900 und 200 v. Chr. im Hochland und entlang des Küstengebietes Perus. Chavín de Huántar war ein bedeutendes religiöses und kulturelles Zentrum. Die Kultur beeinflusste zahlreiche nachfolgende Gesellschaften. Etwas älter und im Norden Perus verbreitet war die teilweise verwandte beziehungsweise wechselseitig beeinflussende Cupisnique-Kultur.
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Paracas-Kultur
Die Paracas-Kultur entwickelte sich ab etwa 800 v. Chr. im Küstengebiet Südperus. Die Bewohner der Küstentäler pflegten enge Handelsbeziehungen, die bis in den Norden nach Chavín und bis zum Altiplano reichten. Diese Kultur ist besonders für ihre beeindruckenden Textilien, Keramiken und Schädeldeformationen bekannt.
Frühe Zwischenperiode
Als die einende Wirkung der Chavín-Kultur allmählich nachließ, etablierten sich ab 300 v. Chr. in Nordperu die Moche, eine Theokratie mit deutlich militärischem Einschlag. In Südperu entstand die Kultur der Nazca. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Regionalkulturen, die in der Spätphase der Zwischenperiode teilweise assimiliert wurden. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Übergang zwischen den präkolumbianischen Kulturen fließend war, mit Überlappungen und gegenseitigen Einflüssen, anstatt klarer Ablösungen einer Kultur durch eine andere. Zu diesen Regionalkulturen zählten die Salinar-, Vicús-, Virú-, Paracas-Nekropolis-, Recuay-, Lima- und Cajamarca-Kultur. Die Frühe Zwischenperiode endete mit den Imperien von Huari und Tiahuanaco, die fast das ganze heutige Peru und Teile von Nordchile, Nordargentinien und Bolivien einnahmen.